Orgelschuhe – Ein Werkzeug zum Erfolg des Organisten

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Um in einem Beruf erfolgreich zu sein, braucht man die richtigen Werkzeuge. Ein Tischler braucht richtig gewichtete Hämmer, scharfe Sägen, einen guten Schraubendreher und die Fähigkeiten, jedes dieser Werkzeuge zu verwenden. Ein Buchhalter braucht Taschenrechner, Computerprogramme und das Wissen, um diese Werkzeuge zu verwenden. Die Organistin muss auch über die richtigen Werkzeuge und die Fähigkeiten und das Wissen verfügen, um diese Werkzeuge zu verwenden, um in ihrem Beruf erfolgreich zu sein.

Das markanteste Werkzeug des Organistenhandwerks ist ihr Schuhwerk. Eine Organistin kann man immer an ihren Schuhen erkennen. Selten trägt jemand über vier Jahre außer einem Organisten schwarze Lackschuhe mit frechen Schnürsenkeln. Dieser eher stepptanzähnliche Schuh ist das Lieblingspaar jedes Organisten! Bequeme, glatte Ledersohle, Zollhohe Absätze, ordentlich durch eine einzige Öse gebundenes Paar Schuhe bleibt an der Orgel oder reist in ihrer Aktentasche zu Orgelspielzielen.

Warum also sind Schnürschuhe aus Lackleder mit Ledersohle ein so wichtiges Werkzeug für den Organisten? Der Organist braucht die Fähigkeit, mühelos anspruchsvolle Noten über das Pedal zu bewegen, die von skalenweisen Passagen bis hin zu lang gehaltenen Tönen und allem dazwischen reichen. In Fugenkompositionen werden zum Beispiel die Füße eines Organisten aufgefordert, das gleiche Fugenthema zu spielen wie die zehn Finger der Hände. Somit sollte nichts die Pedaltechnik behindern.

Bequeme Schnür- oder Schnallenschuhe sind ein Muss für den Erfolg eines Organisten. Schuhe müssen eng anliegen und an den Füßen bleiben. Schnürsenkel und Schnallen sorgen dafür, dass dies geschieht. Komplizierte Pedalpassagen kann man in schlampigen Slippern nicht ausführen. Für maximalen Erfolg muss die Organistin ihre Orgelschuhe sorgfältig auswählen und dann sicherstellen, dass diese Schuhe für nichts anderes verwendet werden, als über die Orgelpedale zu gleiten. Niemals sollten diese Schuhe draußen oder als legere Hausschuhe getragen werden.

Gut gestaltete Orgelschuhe haben Ledersohlen, die es den Füßen ermöglichen, über die Pedale zu gleiten. Stellen Sie sich einen Organisten vor, der versucht, die Pedalpassagen von Bachs Fuge in d-Moll in einem Paar Sportschuhen mit Gummisohlen zu spielen. Der Aufwand wäre bestenfalls ungeschickt und unartikuliert.

Orgelschuhe mit zentimeterhohen Absätzen geben dem Organisten die Möglichkeit, Tonleitern oder Terzintervalle legato zu spielen. Schuhe mit flachen Absätzen oder solche mit 10 cm hohen Spike-Absätzen hemmen einfach die Fähigkeiten des Spielers. Ein Organist, der mit beiden Füßen sowohl Ferse als auch Zehe benutzen kann, spielt kompliziertes Repertoire eleganter.

Heute hat ein Organist, wie bei allem anderen, die Schuhwahl. Ich habe einige dieser Optionen untersucht und mich vorsichtig vom traditionellen schwarzen Orgelschuh aus Lackleder zu leicht extravaganten Paaren gewagt. Manchmal waren meine Füße in sehr edlen silbernen Schnürschuhen oder in goldgestaubten Schuhen in einem atemberaubenden Riemenstil beschuht. Jedes Paar ist jedoch bequem, zum Binden oder Schnallen, mit Ledersohle und einem Zoll hohen Absatz. Diese Schuhe sind eines der Werkzeuge meines Organistenhandwerks. Diese „Zauberschuhe“, wie einer meiner Schüler sie nennt, helfen dabei, aus einem gewöhnlichen Menschen etwas Besonderes, etwas Besonderes, Ungleiches zu machen – einen Organisten!



Source by Dr. Jeannine Jordan

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